Projekte

Qualitätssicherung für Arbeitsmediziner:innen

Qualitätssicherung für Arbeitsmediziner:innen

Das neue Tool zur Selbstevaluierung und zum Erwerb eines arbeitsmedizinischen Gütesiegels

Mit dem Online-Fragebogen zur Qualitätssicherung in der Arbeitsmedizin wird ein Meilenstein im Bezug zu einer nachhaltig hohen arbeitsmedizinischen Betreuungsqualität gesetzt. Erstmals können Arbeitsmediziner:innen und Arbeitsmedizinische Zentren die Qualitätsparameter ihrer eigenen Dienstleistung überprüfen und dies durch eine offizielle Bestätigung durch die ÖQMED auch nach außen hin sichtbar machen.

Das Ziel ist – durch ein freiwilliges Instrument – das vorhandene Bewusstsein für die Qualität in der arbeitsmedizinischen Betreuung unabhängig bestätigen zu lassen und somit eine standardisierte Qualitätssicherung auf einen Personenkreis auszudehnen, der von den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen nicht erfasst ist. Anders als für niedergelassene Ärzt:innen ist dieser Qualitätscheck keine gesetzliche Verpflichtung, sondern geschieht aus eigenem Antrieb und auf freiwilliger Basis.

Ein mehrstufiger Ansatz

Das Angebot richtet sich sowohl an Arbeitsmediziner:innen als auch an arbeitsmedizinische Zentren und umfasst drei Stufen.

Erste Stufe - Die Selbstevaluierung

Die erste Stufe ist eine Selbsteinschätzung anhand des passenden kostenlosen PDF-Fragebogens um die eigene Situation zu beurteilen und ggf. Verbesserungspotentiale zu identifizieren.

Um die individuelle Arbeitssituation von einzelnen Arbeitsmediziner:innen passgenau abzubilden, unterscheidet das Tool zwischen drei Kategorien: 

  • Arbeitsmediziner:innen mit ausschließlich gesprächsbasierten Tätigkeiten ohne körperliche Diagnostik
  • Arbeitsmediziner:innen mit diagnostischen Tätigkeiten ohne invasive Tätigkeiten
  • Arbeitsmediziner:innen mit invasiven Tätigkeiten (z.B. Blutabnahme, Impfungen etc.)

Zweite Stufe - Das Zertifikat

Die zweite Stufe baut darauf auf und beinhaltet nach Abschluss der Selbstevaluierung über ein online-Tool ein Zertifikat zur Bestätigung der Selbstevaluierung. Die Kosten hierfür belaufen sich auf € 195,00 exkl. USt.

Dritte Stufe - Das Audit

In der dritten Stufe kann nach zertifizierter Selbstevaluierung ein persönliches Audit der eigenen Situation durch besonders erfahrene und speziell geschulte Arbeitsmediziner:innen erfolgen. Die Kosten für das Audit betragen für Arbeitsmediziner:innen € 1.800,00 exkl. USt und für Zentren ab € 2.700,00 exkl. USt abhängig von der Anzahl der dort tätigen Arbeitsmediziner:innen.

 

Das Team dahinter

Hinter diesem innovativen Tool stehen die wesentlichen Stakeholder auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin in Österreich. Entwickelt wurde es durch die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) unter Einbeziehung von Vertreter:innen des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – Zentral-Arbeitsinspektion, der Österreichischen Ärztekammer, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt und der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin sowie von Expert:innen aus dem Fach Arbeitsmedizin.

Interesse?

Bei Interesse wenden Sie sich gerne an die ÖQMED: https://www.oeqmed.at/arbeitsmedizin
 

 

Position der Arbeitsmedizin

Die Position der Arbeitsmedizin in Unternehmen

Studie untermauert die Forderung nach ganzheitlicher arbeitsmedizinischer Betreuung!

  • Je umfassender die arbeits- und wirtschaftsmedizinische Betreuung, desto höher der Wert für Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in

  • Jede dritte Invaliditätspension aufgrund psychischer Erkrankung

  • 76 % der Arbeitgeber:innen und 86 % der Arbeitnehmer:innen sehen das Aufzeigen von Belastungen, die zu Burnout führen, als Aufgabe einer umfassenden Arbeits- und Wirtschaftsmedizin.

Hier finden Sie den Pressetext samt Grafiken sowie die Detailergebnisse der Studie als Download:

PLEXUS

PLEXUS

Entscheidungsunterstützende Methoden und Werkzeuge für die Bewertung und das Management von intellektuellem Vermögen in kooperativen Netzwerken

Das Hauptziel des Projekts war die Messung und Bewertung von intellektuellem Vermögen in virtuellen Netzwerkorganisationen.

Der Bedarf für die Messung und Bewertung des intellektuellen Vermögens ist ein zweifacher:

  • Sie bilden die Basis für die Errichtung des Netzwerks durch Herstellung von Transparenz über den Wert des Beitrags der einzelnen Partner.

  • Sie helfen, das Netzwerk flexibel zu managen bzw. zu koordinieren und nicht auf eine statische, ursprüngliche Vereinbarung angewiesen zu sein. Damit kann die Leistung der einzelnen Partner hinsichtlich ihres Mehrwerts für das Netzwerk dynamisch eingeschätzt werden.

Das Projekt lief innerhalb des 5. Rahmenprogramms "Information Gesellschaft Technologie" der Europäischen Kommission.

Partner:innen waren Unternehmen aus Bulgarien, Deutschland, Österreich, Schweden und Spanien:

  • ICB – Software & Consulting, Sofia

  • Indra Sistemas, Madrid

  • Kacu Systemic GmbH, Auenwald

  • ÖQS, Linz 

  • Profactor, Steyr 

  • Universität Carlos III., Madrid

  • Universität Göteborg 

WHO - Berufsbild

WHO – Arbeitsmedizin in Europa

(Weiter-)Entwicklung des Berufsbilds

Die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin war Mitglied eines WHO-Projektteams, das mit der der Entwicklung eines Berufsbilds des/der Arbeitsmediziners/Arbeitsmedizinerin befasst war.

Greifbares Ergebnis des Projekts ist eine Broschüre mit dem Titel "Occupational Medicine in Europe: Scope and Competencies".

Das Dokument beschreibt das Rollenbild von Arbeitsmediziner:innen auf Basis der Legislative und Politik auf dem Gebiet der Public und Occcupational Health (OH) in Europa. Das Modell integriert OH-Berufe in multidisziplinäre Präventionsservices, die Risiken aus Arbeit und Umwelt erkennen und kontrollieren sollen. Die Publikation bietet Perspektiven auf die Aufgaben der Arbeitsmedizin und ihre Beziehung zu verwandten Berufen bzw. breiteren Disziplinen, wie Environmental und Occupational Health. Sowohl die durch nationale Gesetze vorgegebenen Aufgaben, als auch mögliche Leistungen, die darüber hinaus gehen, wurden dabei berücksichtigt.

EuropeAid Türkei - OHS

EuropeAid Türkei - OHS

Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Ziel des Projekts war die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an türkischen Arbeitsplätzen. Die türkische Regierung wurde bei der Förderung einer Sicherheits- und Gesundheitskultur, insbesondere in den Branchen Bergbau, Bauwesen und Metallindustrie unterstützt.

Zu diesem Zweck wurden Maßnahmen hinsichtlich der Implementierung von OHS-Managementsystemen, Trainingsaktivitäten sowie der öffentlichen Bewusstseinsbildung gesetzt.

Unsere Partner:innen:

  • CEEN – Central European Expert Network, Bratislava

  • I.A.L. – Friuli Venezia Giulia, Pordenone

  • IKADA Consulting, Ankara 

  • Lattanzio e Associati, Milano

sowie ein Netzwerk von nationalen und internationalen Expert:innen.

EuropeAid Türkei - Labs

EuropeAid Türkei - Labs

Unterstützung bei der Entwicklung regionaler Einrichtungen des OHS-Zentrums (ÍSGÜM)

Im Rahmen dieses Projekts wurden die regionalen Einrichtungen des türkischen OHS-Zentrums bei ihrer Aufgabe, vor allem Klein und Mittelbetriebe bei der Umsetzung der rechtlichen Bestimmungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu beraten, unterstützt.

Dies geschah in erster Linie durch Training der Mitarbeiter:innen sowie durch Implementierung einer Web-Plattform.

Unsere Partner:innen:

  • CEEN – Central European Expert Network, Bratislava
  • IKADA Consulting, Ankara
  • TECNITAS, Paris

sowie ein Netzwerk von nationalen und internationalen Expert:innen.

EuropeAid Serbien

EuropeAid Serbien

Erhöhung der Kapazitäten der notfallmedizinischen Versorgung in Serbien und Unterstützung beim weiteren Ausbau der Infrastruktur und der Ausbildung

Nutznießer dieses Projekts war das Serbische Gesundheitsministerium.

Die AAMP erstellte mit Unterstützung der Wiener Rettung und des Österreichischen Roten Kreuzes eine detaillierte Beschreibung des österreichischen Systems der notfallmedizinischen Versorgung mit Schwerpunkt auf dem Rettungswesen.

Unsere Partner:innen:

  • CEEN - Central Europe Expert Network, Bratislava
  • Österreichisches Rotes Kreuz, Wien
  • Wiener Rettung, Wien

sowie ein Netzwerk von österreichischen, britischen und slovakischen Expert:innen.

Twinning Rumänien

Twinning Rumänien

Implementierung des harmonisierten Gemeinschaftsrechts betreffend Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Klein- und Mittelbetrieben

Auftraggeberin und Nutznießerin dieses Projekts war die Rumänische Arbeitsinspektion im Rahmen des Rumänischen Ministeriums für Arbeit, Soziale Solidarität und Familie.

Die Hauptaufgaben der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin im Rahmen des Projekts bestanden in der Entwicklung einer Bewusstseinsbildungskampagne bei Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen in KMUs, in der Durchführung bewusstseinsbildender Maßnahmen sowie in der Etablierung von sechs Modellzentren für die musterhafte Umsetzung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.
Auf diese Weise sollte die Implementierung des EU-Gemeinschaftsrechts zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Rumäniens auf Unternehmensebene sichergestellt werden.

Unsere Partner:innen:

  • Agentur für Europäische Integration und Wirtschaftliche Entwicklung, Wien
  • Kompetenzzentrum für Humanvermögen, Klosterneuburg

sowie ein Netzwerk von österreichischen Expert:innen.

 

Twinning Malta

Twinning Malta

Organisationsentwicklung bei der für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zuständigen Behörde

Das Hauptziel bestand in der Implementierung des EU-Gemeinschaftsrechts betreffend Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, um die Kapazität der für Arbeitsgesundheit und Arbeitssicherheit zuständigen Behörde (Occupational Health and Safety Authority) zu stärken.

Dies erfolgte durch:

  • Training der OHSA-Inspektoren,

  • Intensivierung des sozialen Dialogs und

  • Erarbeitung von Lehrplänen für Lehrgänge für auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und Arbeitsgesundheit tätige Personen.

Unsere Partner:innen:

  • Agentur für Europäische Integration und Wirtschaftliche Entwicklung, Wien
  • Kompetenzzentrum für Humanvermögen, Klosterneuburg

sowie ein Netzwerk von österreichischen Expert:innen.