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Newsarchiv 2015

Buchpräsentation - "Gesund länger arbeiten" - Die Bedeutung der Arbeitsmedizin für die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Während sich die Lebenserwartung der Österreicherinnen und Österreicher erhöht, nehmen in Relation dazu die im Arbeitsprozess verbrachten Jahre ab. Eine Verschiebung, die sich bekanntermaßen als eines der aktuellen Probleme für das Pensionssystem darstellt.

Unabhängig davon müssen in Zukunft ältere  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess bleiben, da es gilt, einem schon spürbaren Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, der aus einer abnehmenden Zahl an nachrückenden, qualifizierten Arbeitskräften resultiert.
Es müssen daher besondere Strategien erarbeitet werden, damit ältere Menschen im Arbeitsprozess gehalten werden können. Denn auch die zusätzlichen Arbeitsjahre sollen gesund erlebt werden und Teil des gesundheitspolitischen Bestrebens sein, möglichst viele Jahre , die uns die erhöhte Lebenserwartung schenken wird, in Gesundheit zu verbringen.
Die dazu vorliegenden arbeitsmedizinischen Erkenntnisse aus nationalen sowie internationalen Studien werden in diesem Buch zusammengeführt und mit zahlreichen Praxisbeispielen angereichert. 

Das Buch "Gesund länger arbeiten - Die Bedeutung der Arbeitsmedizin für die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit" kann über das Verlagshaus der Ärzte bezogen werden.

Die Buchpräsentation erfolgte im Rahmen der Pressekonferenz "Gesund länger arbeiten - aber wie?" am 25. November 2015 in der Österreichischen Ärztekammer.

Die Zukunft der Arbeitsmedizin

Befragung zur Attraktivität einer arbeitsmedizinischen Tätigkeit als künftiges Berufsfeld unter Medizinstudenten und Medizinern in Ausbildung

Bedarf

Die demografische Struktur der aktuell tätigen Arbeitsmediziner in Kombination mit dem sich abzeichnenden Ärztemangel im kurativen Bereich lässt Befürchtungen wach werden, dass die arbeitsmedizinische Versorgung der österreichischen Arbeitnehmer in Zukunft nicht mehr zur Gänze erfüllt werden kann.
Um rechtzeitig Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können, ist es daher von Bedeutung auf Basis von gesicherten Zahlen Prognosen hinsichtlich der künftigen arbeitsmedizinischen Versorgung zu treffen. Aus diesem Grund führte die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) eine Befragung unter österreichischen Medizinstudenten und Ärzten in Facharzt-Ausbildung bzw. in Ausbildung zum Allgemeinmediziner über ihr Interesse an einer arbeitsmedizinischen Tätigkeit durch.

Zielsetzung

Damit sollten einerseits Rückschlüsse gewonnen werden, welche Aspekte der arbeitsmedizinischen Tätigkeit als attraktiv wahrgenommen werden und wie wahrscheinlich die Befragten eine arbeitsmedizinische Tätigkeit ausüben wollen. Gleichzeitig sollten durch die Fragestellung Aspekte des Berufsbilds kommuniziert werden, um so das Bewusstsein über die Möglichkeiten einer Tätigkeit als Arbeitsmediziner) zu steigern.
Durch die Studie stehen fundierte Informationen über das „Potenzial“, das bei der nach-rückenden Ärztegeneration für die Arbeitsmedizin vorhanden ist, zur Verfügung sowie Hinweise, wie die potenziellen Arbeitsmediziner gezielt durch Information angesprochen werden können, um einem Mangel entgegenzusteuern.

Ergebnisse

Die Antworten zeigen, dass für die nachrückende Ärztegeneration die Motivation zu gesundem Verhalten im Rahmen einer persönlichen Interaktion Arzt-Mensch als attraktivste Tätigkeit beurteilt wird.

Weiters gab ca. ein Fünftel der Teilnehmer an, „wahrscheinlich“ als Arbeitsmediziner tätig werden zu wollen. Wiederum ca. 20 Prozent dieser Gruppe möchte Vollzeit-Arbeitsmediziner werden und zwei Drittel zumindest Halbzeit als Arbeitsmediziner arbeiten. Auch wenn sich nicht zuverlässig beantworten lässt, wie viele der tendenziell arbeitsmedizinisch interessierten Personen im späteren Berufsleben tatsächlich eine arbeitsmedizinische Tätigkeit ausüben werden, ergibt sich statistisch betrachtet ein jährliches „Potenzial“ von ca. 160 Personen, die eine Tätigkeit als Arbeitsmediziner durchaus in Betracht ziehen. Das entspricht einem rechnerischen Ausmaß von ca. 160.000 Betreuungsstunden pro Jahr.

Zum Download der vollständigen Studie.

 

Neuer Geschäftsführer für AAMP

Dr. phil. Stefan Koth übernimmt mit 1. Juli 2015 die Geschäftsführung der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP). Er folgt damit der langjährigen Geschäftsführerin Mag. Brigitte John-Reiter nach.

Dr. Koth begleitet die AAMP seit 25 Jahren und ist daher im Umfeld der Arbeitsmedizin bestens vernetzt. Er studierte Musikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien sowie Marketing und Verkauf an der Wirtschaftsuniversität Wien. Stefan Koth verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Organisation von Ausbildungslehrgängen sowie im Management von nationalen und internationalen Forschungs- und Beratungsprojekten.

Der 52jährige passionierte Rennradfahrer hat sich viel vorgenommen: „Die AAMP ist die Wiege der Ausbildung für Arbeitsmediziner. Wir sind seit 30 Jahren Marktführer. Diese führende Rolle möchte ich weiter ausbauen. Höchste Qualität unserer Ausbildungen in den Kernbereichen Arbeitsmedizin und betriebliche Prävention garantiert auch in Zukunft unseren Erfolg.

Akademische Feier

Feierlicher Abschluss des ersten Universitätslehrgangs Arbeitsmedizin

Der erste ULG "Arbeitsmedizin" fand seinen feierlichen Abschluss am 9. Jänner 2015 in der AAMP in Klosterneuburg. 15 Absolvent(inn)en erhielten das Zertifikat der Akademie, das sie zur Berufsausübung als Arbeitsmediziner(in) berechtigt, sowie das Abschlusszeugnis der Medizinischen Universität Graz. Sie dürfen sich nun stolz "Akademisch geprüft(e) Arbeitsmediziner(in) nennen. 

Die Verleihung nahmen die AAMP-Präsidentin Frau Dr. Susanne Schunder-Tatzber und der wissenschaftliche Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer vor.