Ausbildungen / Fortbildungen:

Arbeitsmedizinische Assistenz

Das Ziel der Arbeitsmedizin besteht in der Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter(innen).
Zur Erreichung dieses Ziels tragen nicht nur Arbeitsmediziner(innen) bei, sondern auch das sogenannte arbeitsmedizinische Fach- und Hilfspersonal.

Arbeitsmedizinische Administrations-Assistent(inn)en (3A) leisten administrative Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Aufgaben von Arbeitsmediziner(inne)n.
Arbeitsmedizinische Fach-Assistent(inn)en (AFA) unterstützen Arbeitsmediziner(innen) darüber hinaus auch in operativer Hinsicht bei der Gefahrenevaluierung, der Gesundheitsüberwachung sowie der Entwicklung und Umsetzung von Präventivmaßnahmen.

Das von der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin publizierte Berufsbildlistet - zusammengefasst - folgende Aufgaben der Arbeitsmedizinischen Administrations-Assistent(inn)en auf (-> hier geht es zum vollständigen Berufsbild 3A):

  • 3A unterstützen bei der Vermittlung der Bedeutung von Arbeitsmedizin, Arbeitnehmerschutz und Gesundheitsförderung, indem sie - nach Vorgabe - aktiv kommunizieren, und wirken bei der Zusammenarbeit mit inner- und außerbetrieblichen Ansprechpartnern mit.
  • 3A bereiten Arbeitsplatzbegehungen vor, unterstützen bei der Auswertung von Messungen und dokumentieren die Ergebnisse.
  • 3A koordinieren Termine für arbeitsmedizinische Untersuchungen, stellen die benötigten Untersuchungsinstrumente bereit, erledigen die erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Gerätschaften, dokumentieren die Untersuchungsergebnisse und leiten die ärztlich vidierten Befunde an die zuständigen Stellen weiter.
  • 3A erstellen unter Anleitung der Arbeitsmediziner Präsentationen zur Argumentation von Präventivmaßnahmen und begleiten deren Umsetzung in administrativer Hinsicht.
  • 3A leisten Erste-Hilfe bzw. wirken bei der Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb mit, dokumentieren Arbeitsunfälle und unterstützen bei statistischen Auswertungen.
  • 3A erheben Kontakte zu externen Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen und begleiten Projekte der betrieblichen Gesundheitsförderung in administrativer Hinsicht.
  • 3A wirken am Qualitäts-Management mit, führen Qualitätskontrollen in ihrem Zuständigkeitsbereich durch und überwachen die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen.
  • 3A unterstützen die Arbeitsmediziner(innen) in sämtlichen administrativen Belangen in den Bereichen Eingabe und Wartung von Mitarbeiterdaten, Budgetierung, Bestell- und Rechnungswesen, Schriftverkehr, Recherchen und Berichtswesen.

Arbeitsmedizinische Fach-Assistent(inn)en erfüllen darüber hinaus auch folgende Aufgaben (-> vollständiges Berufsbild AFA):

  • AFA wirken bei der Erhebung arbeitsbedingter Risiken mit, indem sie Arbeitsvorgänge beobachten, mit den Mitarbeitern sprechen und Unterlagen und Informationen einholen.
  • AFA wirken bei der Beurteilung der Einflussfaktoren durch Messung physikalischer Größen, durch Fragebogenerhebungen bzw. standardisierte Interviews oder sonstige Erhebungsinstrumente mit und geben Informationen nach Rücksprache mit dem Arbeitsmediziner weiter.
  • AFA assistieren bei arbeitsmedizinischen Untersuchungen bzw. führen einzelne Untersuchungsschritte im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenzen und unter Kontrolle des Arbeitsmediziners selbständig durch und initiieren nötige Schritte zur weiteren Abklärung und Therapie.
  • AFA wirken bei der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Präventivmaßnahmen mit, beraten und motivieren Arbeitnehmer(innen) zur Befolgung von Schutzmaßnahmen und unterstützen bei der Kontrolle und Bewertung von Effektivität und Effizienz der Maßnahmen.
  • AFA unterstützen Arbeitsmediziner(innen) bei der Entwicklung und inhaltlichen Umsetzung von BGF-Projekten und kommunizieren die Bedeutung von Gesundheitsförderung.