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"Sprechen Sie Gesundheit" Kommunikation im Gesundheitswesen - Zufall oder Planung?

Symposium 23. und 24. April 2009, Wien

Die Bedeutung von Kommunikation für eine effektive Gesundheitsvorsorge kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nur wenn es gelingt, Inhalte in geeigneter Form und mit den geeigneten Kommunikationsstrategien zu vermitteln, erreicht die Botschaft die Zielgruppe und wird von ihr auch entsprechend wahrgenommen. Das Zusammenspiel von Medizin und Kommunikationswissenschaften ist für eine erfolgreiche Gesundheitspolitik daher unabdingbar.

Bei unserem Symposium "Sprechen Sie Gesundheit - Kommunikation im Gesundheitswesen - Planung oder Zufall?" wurden daher die Aspekte sämtlicher Ebenen der Gesundheitskommunikation betrachtet. Dabei wurden nicht nur medizinische, kommunikationswissenschaftliche und gesundheitspolitische Perspektiven berücksichtigt, sondern auch ethische Fragen eingehend beleuchtet. Programm

Anhand des Beispiels der wirksamsten Präventiv-Maßnahme "Impfungen" wurde nicht nur über Kommunikationsflüsse und -strukturen sowie gesundheitspolitische Ziele diskutiert, sondern auch Fragen beantwortet, was macht den nachhaltigen Erfolg einer Kampagne aus.

Die FSME-Impfung diente als das Best-Practice-Modell, da immerhin 67 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren einen aufrechten Impfschutz besitzen. Die Influenza-Impfung hingegen nutzen lt. aktuellem Gesundheitsbericht nur 15 Prozent der Österreicher.

Das Ergebnis unseres Symposiums hat gezeigt, dass u.a. in Österreich das WHO Ziel (Mag. Alphart) nicht ansatzweise erreicht wird und, dass die österreichische Bevölkerung erhebliche Zweifel an der Wirksamheit der Influenza-Impfung hat. Es müssen daher absolut neue strategische Gesundheitskommunikationskonzepte entwickelt werden. Weiterführende - auf neuen aussagekräftigen, wissenschaftlichen Modellen basierende - Kosten-Nutzen Analysen aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind notwendig, um die tatsächlichen Kosten von Influenza bedingten Fehlzeiten für die Wirtschaft darzustellen.