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Individual- und Kollektivprävention

Ein alternatives Gliederungskriterium des Terminus "Prävention" stellt die Unterscheidung nach Individual- bzw. Kollektivprävention dar.

Individualprävention bzw. Verhaltensprävention (auch: individuumorientierte oder personale Prävention) versucht, das individuelle Verhalten (Denken, Handeln) zu beeinflussen, z.B. durch Aufklärung und Information oder durch die Stärkung der Persönlichkeit und der individuellen Ressourcen/Kompetenzen.

Kollektivprävention bzw. Verhältnisprävention (auch: strukturelle Prävention) ist auf strukturelle oder Umweltfaktoren ausgerichtet, wie z.B. Maßnahmen betreffend bestimmter Lebensbereiche (Familie, Arbeit, Freizeit, Wohnen usw.) aber auch auf der Makroebene (Sozialpolitik, Finanzierungsmaßnahmen usw.). Ziel bildet die Förderung und Stärkung sozialer Ressourcen und die Veränderung der (sozialen) Umwelt dahingehend, dass negative Einflussfaktoren reduziert und positive verstärkt werden.

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Quellen:
INSTITUT FÜR SOZIAL- UND PRÄVENTIVMEDIZIN DER UNIVERSITÄT ZÜRICH
(http://www.ispm.uzh.ch/index.html).
DOPPLER, Birgit (2010): Gesundheitskommunikation. Kommunikationskampagnen im Gesundheitsbereich am Beispiel des ‚Pilotprojekts Schulfrucht’, Diplomarbeit, Wien, S. 33-34.