Tätigkeiten

Die Aufgabe von Organisationsmediziner(inne)n besteht in der Erhaltung und Optimierung des Einsatzes der vorhandenen Humanressourcen. Sie bedienen sich dabei Instrumentarien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, um die Wechselwirkungen zwischen verschiedensten Einflussfaktoren und der Gesundheit und Leistung der Mitarbeiter(innen) positiv zu beeinflussen.

Dies geschieht durch Führung oder Beratung bei der Führung. Dabei nehmen Organisationsmediziner(innen) je nach Erfordernis unterschiedliche Rollen ein: die eines/einer medizinischen Konsulenten/Konsulentin, eines Coachs, eines/einer Moderators/Moderatorin, eines/einer Mediators/Mediatorin oder eines/einer Projektmanagers/Projektmanagerin.

Organisationsmediziner(innen) decken ein ähnlich gestaltetes Aufgabenspektrum ab wie Arbeitsmediziner(innen), allerdings für ein erweitertes Feld an Einflussfaktoren aus der gesamten Unternehmensorganisation:

  • Sie eruieren die im Unternehmen existierenden Einflussfaktoren auf Gesundheit und Leistung
  • Sie analysieren diese Einflussfaktoren hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen,
  • Sie decken vorhandene Probleme in Hinsicht auf Inkongruenz zwischen Anforderungs- und Leistungsprofil auf,
  • Sie stellen Überlegungen zur Problemlösung aus ihrer fachspezifischen und aus interdisziplinärer Sicht an und liefern systemisch-integrative Lösungsansätze.
  • Sie leiten erforderliche Aktivitäten ab und setzt diese gegebenenfalls um, indem sie
  • dafür sorgen, dass die zur optimalen Leistungserbringung nötigen organisatorischen Rahmenbedingungen aufgezeigt werden,
  • bei Interessenskonflikten innerhalb des Unternehmens Lösungen aufzeigen,
  • Veränderungs- und Verbesserungsprozesse planen und steuern.
  • Sie analysieren und bewerten das im Unternehmen vorhandene Humankapital in Hinsicht auf Stand und Entwicklungspotential von Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
  • Sie kooperieren bei der Erarbeitung von Plänen zur Förderung und Entwicklung des Humanvermögens in strategischer, taktischer und operativer Hinsicht.
  • Sie unterstützen bei der Motivation der Mitarbeiter(innen), ihr Leistungspotenzial der Erreichung der Unternehmensziele zur Verfügung zu stellen.
  • Sie beraten Entscheidungsträger(innen) und ziehen im Bedarfsfall geeignete Fachexpert(inn)en als Berater(innen) bei (z.B. Organisationsberater(innen), Wirtschaftsjurist(inn)en, Arbeitspsycholog(inn)en etc.).
  • Sie initiieren interdisziplinäre Meinungsbildungsprozesse, steuern sie oder haben Teil an ihnen.