Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen für die arbeitsmedizinische Tätigkeit sind das "ius practicandi" als Arzt(Ärztin) für Allgemeinmedizin oder als Facharzt(-ärztin) sowie die Absolvierung des gesetzlich vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen Grundlagenlehrgangs an einer Akademie für Arbeitsmedizin.

Persönliche Voraussetzungen (Kompetenz)

Die arbeitsmedizinische Tätigkeit erfordert sowohl Wissens- als auch Handlungskompetenz.

Unumgänglich ist arbeitsmedizinisches und interdisziplinäres Fachwissen, das in der Ausbildung erworben und durch laufende Fortbildung auf dem neuesten Stand gehalten bzw. vertieft wird. Die Tätigkeit von Arbeitsmediziner(inne)n erfordert neben dem arbeitsmedizinischen Fachwissen auch Wissen über und Verständnis für psychologische, rechtliche, technologische und ökonomische Fakten und Zusammenhänge.

Für jene Arbeitsmediziner(innen), die Leistungen anbieten, die über den gesetzlich geregelten Bereich hinausgehen, sind Kenntnisse und Fähigkeiten in den interdisziplinären Bereichen Betriebswirtschaft, Arbeits- und Wirtschaftspsychologie sowie Organisations- und Personalentwicklung in jedem Fall erforderlich.

Arbeitsmediziner(innen) müssen in der Lage sein, das Wissen anzuwenden und umzusetzen (Handlungskompetenz). Es sind daher soziale Kompetenzen erforderlich, d.h. Arbeitsmediziner(innen) müssen mit allen am Arbeitsprozess Beteiligten adäquat interagieren können.

Für eine erfolgreiche arbeitsmedizinische Tätigkeit benötigen Arbeitsmediziner(innen) Kreativität in der Lösung von Problemen und die Fähigkeit zur Entwicklung von geeigneten Maßnahmen sowie zur Umsetzung der vereinbarten Ziele (Managementkompetenz).

Darüber hinaus ist auch die Fähigkeit zur adäquaten Kommunikation über alle Hierarchieebenen und zur Führung von Beschäftigten erforderlich.