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Arbeitsmedizinischer Handlungsprozess

Trotz der Vielfältigkeit der einzelnen arbeitsmedizinischen Tätigkeiten ist es möglich, diese auf einen einzigen Prozess zu verdichten und in einem allgemeinen Prozessablauf darzustellen.

Arbeitsmedizinischer Handlungsprozess

Die Spirale des arbeitsmedizinischen Prozessablaufs beginnt sich zu drehen, wenn eine Interessensgruppe (Unternehmer(in), Mitarbeiter(innen), Behörde etc.) diesen Prozess auslöst. Folgende Ereignisse können prozessauslösend wirken:

  • Aufnahme der arbeitsmedizinischen Tätigkeit
  • Ersterfassung bzw. Änderung sowie regelmäßige Überprüfung der Einflussfaktoren und die damit verbundene Gefährdungs- und Risikobeurteilung
  • Wahrnehmung von psycho-sozialen Störfaktoren
  • Auftreten einer Leistungsminderung
  • Auftreten von Erkrankungen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass sie arbeitsbedingt sind
  • Unfälle bzw. Beinaheunfälle
  • Wiedereingliederungsbedarf von Beschäftigten
  • sonstige Umstände oder Ereignisse, die auf eine negative Auswirkung auf Leistungsfähigkeit, Sicherheit oder Gesundheit der Beschäftigten schließen lassen
  • sonstige Beratungsanliegen und Anfragen von Arbeitnehmer(inne)n, Arbeitgeber(inne)n sowie Behörden und Institutionen
  • Änderung gesetzlicher Regelungen bzw. wissenschaftlicher Standards

Der Erfolg des arbeitsmedizinischen Handlungsprozesses wird im Sinne der Qualitätssicherung wesentlich von einem Instrumentarium mitbestimmt, das mit jedem Handlungsschritt untrennbar verknüpft ist, nämlich Kommunikation, Kooperation und Dokumentation (inkl. Auswertung).  

Der arbeitsmedizinische Handlungsprozess dient einerseits als Instrument des Qualitätsmanagements. Anderseits stellt er eine wertvolle Orientierungshilfe für Arbeitsmediziner(innen) dar, da er sich auf jede konkrete betriebliche Situation umlegen lässt und aufzeigt, welche Schritte als nächstes zu setzen sind.

Details zum Instrumentarium und zu den einzelnen Schritten des arbeitsmedizinischen Handlungsprozesses entnehmen Sie bitte der Publikation "Berufsbild Arbeitsmediziner(in)".