Inhalte

Die Ausbildung gliedert sich in Phasen von Anwesenheit an der AAMP sowie Phasen des EDV-gestützten Selbststudiums.

SELBSTSTUDIUM

Das Selbststudium dient der Vermittlung von Wissenskompetenz. Im Rahmen der Selbststudiums-Phasen erwerben Sie das theoretische Grundwissen über die unterschiedlichen arbeitsbedingten Einflussfaktoren bzw. die zielführenden Präventivmaßnahmen.

Durch die Beschäftigung mit den auf unserer Website abrufbaren Lernunterlagen bereiten Sie sich im Selbststudium inhaltlich auf die jeweils folgenden Anwesenheitsmodule vor.

Die Einbeziehung des Internets als Informationsmedium schafft Ihnen dabei individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für Ihr Theorielernen. Das heißt: Sie bestimmen selbst, welchen Stoff Sie wann wie intensiv lernen.

Die Lernunterlagen werden von der AAMP ausschließlich online zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist daher ein Internetzugang zum download der Selbststudium-Unterlagen und zur Absolvierung der interaktiven Selbstüberprüfung.

ANWESENHEITSMODULE

Die Anwesenheitsmodule dienen der Vermittlung von Handlungskompetenz auf Basis des durch das Selbststudium erworbenen theoretischen Wissens.

Dabei stehen die physischen und psychischen Einflussfaktoren auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Zentrum. Die Einflussfaktoren werden prozessorientiert abgehandelt. Das heißt: es werden alle relevanten Handlungsschritte von der Identifikation des Einflussfaktors über dessen Analyse (= Messung bzw. Erhebung), die entsprechende medizinische Untersuchung inkl. der Eignungspürfung bis hin zur Umsetzung von (Präventions-)Maßnahmen behandelt.

Im Zuge Ihrer Anwesenheit an der Akademie üben Sie die praktischen Fertigkeiten und die prozessorientierte Vorgehensweise, die Sie im Rahmen Ihrer künftigen betriebsärztlichen Tätigkeit beherrschen müssen. Dabei wird das im Selbststudium erworbene Wissen vorausgesetzt. Somit kann während Ihrer Anwesenheit in der AAMP die Zeit effizient für die Anwendung und Umsetzung des Wissens genutzt werden. 

Erfahrene Arbeitsmediziner(innen) stehen Ihnen als Tutor(inn)en zur Seite und unterstützen Sie mit wertvollen und praxisorientierten Hinweisen.

Inhaltlich gliedern sich die Anwesenheitsmodule nach folgenden Themen:

Einführung in die arbeitsmedizinische Tätigkeit

      • Berufsbild Arbeitsmediziner(in)
      • Arbeitsmedizinische Basiskonzepte
      • Rechtliche und organisatorische Grundlagen

Physikalische Einflussfaktoren

      • Lärm
      • Staub
      • Hitze-/Kälte
      • Ionisierende und nichtionisierende Strahlen
      • Licht und Beleuchtung
      • Arbeitsmittel - statische und dynamische Belastungen
      • Chemisch-toxische Stoffe

Psychische Einflussfaktoren 

      • Aufbauorganisation
      • Ablauforganisation
      • Werte / Ziele / Unternehmenskultur
      • Auswirkungen psychischer Einflussfaktoren
      • Erhebung psychischer Belastungen und Beanspruchungen
      • Bewertung der psychischen Leistungsfähigkeit
      • Ältere Arbeitnehmer(innen)

Gesundheitsberatung/Gesundheitsförderung

      • Aufgaben der Personal- und Organisationsentwicklung
      • Fehlzeitenmanagement
      • Wiedereingliederungsmanagement
      • Burnout- und Stressmanagement
      • Suchtprävention
      • Konzepte zur Gesundheitsberatung/-förderung
      • Einstellungsänderung und Verhaltensmodifikation

Vorbereitung auf den Berufseinstig

      • Investitionsplanung
      • Grundlagen des Projektmanagements
      • Gesprächsführung
      • Vertragsrecht

BETRIEBSPRAKTIKA

Ihre arbeitsmedizinische Handlungsfähigkeit wird darüber hinaus im Rahmen von drei Praktika gefördert, die in die Anwesenheitsmodule eingebunden sind. In Betrieben unterschiedlicher Branchen und Größe lernen Sie – inhaltlich passend zu den zuvor behandelten Einflussfaktoren – die wichtigsten Arbeitsverfahren anschaulich und praxisnah kennen.

Sie erhalten dabei die Möglichkeit, eine der wesentlichsten Aufgaben von Arbeitsmediziner(inne)n - nämlich die Feststellung und Beurteilung von Gefahren und die Festlegung von Maßnahmen (= Evaluierung) - mehrmals in der betrieblichen Realität zu üben.

ZUSÄTZLICHE FREIWLLIGE PRAXISTAGE im Zuge der AM-Ausbildung

In Ihrer Ausbildung sind verpflichtende Praxistage inkludiert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit bei zahlreichen Kooperationspartnern auf freiwilliger Basis zusätzliche und individuelle Praxistage zu verbringen.

Unsere Kooperationspartner:

AMZ Hall i. Tirol (T)
AMZ Perg (OÖ)
ASZ Linz (OÖ)
Magna Steyr Fahrzeugtechnik (Stmk)
MAN Truck & Bus Österreich AG (OÖ)
Stadt Wien, MA 3 (W)

Und so funktionert es:

  1. Sie sind Teilnehmer eines unserer laufenden Universitätslehrgangs?
  2. Sie besprechen Ihr Wunschunternehmen mit Herrn Hörtl.
  3. Das Unternehmen setzt sich mit Ihnen in Verbindung und Sie vereinbaren einen passenden Termin

PRÜFUNG

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung über die im Ausbildungslehrgang vermittelten Lehrinhalte.

Das Ergebnis der Prüfung resultiert aus der Bewertung von zwei Prüfungsteilen:

  • Schriftliche Prüfung - das im Rahmen des Selbststudiums erworbene Faktenwissen wird in Form eines multiple-choice-Tests überprüft.
  • Mündliche Prüfung - die Fähigkeit, das Fachwissen prozessorientiert anwenden zu können (im Rahmen der Anwesenheitsmodule geübt) – wird anhand der Lösung eines Fallbeispiels überprüft.

Nach erfolgreicher Absolvierung der Abschlussprüfung wird das Zertifikat ausgestellt, das den Nachweis Ihrer Berechtigung zur Ausübung einer betriebsärztlichen Tätigkeit darstellt.