Ausbildungsziele

Der Lehrgang führt zur Berufsberechtigung Arbeitsmediziner(in) und zum Titel  "Akademische(r) Arbeitsmediziner(in)"

Menschen verbringen einen großen Teil Ihres Lebens am Arbeitsplatz. Sie sind dabei bestimmten Faktoren ausgesetzt, die ihre Leistung bzw. ihre Gesundheit beeinflussen, den so genannten "Einflussfaktoren". Diese Faktoren können zu physischen und/oder psychischen Belastungen führen.

Abb.: System der Einflussfaktoren

Arbeitsmediziner(innen) helfen mit, diese Einflussfaktoren so zu gestalten, dass die physische und psychische Gesundheit bzw. die individuelle Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von Menschen bestmöglich erhalten bzw. gefördert werden.

Die Arbeitsmedizin-Ausbildung unterstützt Sie bei Ihrer Entwicklung von einer großteils kurativen Orientierung zu einer neuen Berufsrolle, nämlich der beratenden präventivmedizinischen Tätigkeit in Unternehmen.

Der Lehrgang bereitet Sie darauf vor, Ihre künftigen Aufgaben im Betrieb wahrnehmen zu können. Diese bestehen im Wesentlichen

  • im Erkennen gesundheits- und leistungsrelevanter Faktoren im betrieblichen Geschehen,
  • in der Bewertung dieser Faktoren hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf den Menschen,
  • in der Entwicklung und Mitwirkung bei der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen,
  • in der Beurteilung individueller gesundheitlicher Beeinträchtigungen hinsichtlich ihrer möglichen arbeitsbedingten Ursachen sowie ihrer Auswirkungen auf die künftige Leistungs- und Arbeitsfähigkeit.

Details zu den Aufgaben von Arbeitsmediziner(inne)n finden sie im "Berufsbild Arbeitsmediziner". 

Im Zentrum der Ausbildung stehen zwei wesentliche Ziele: die Erlangung der erforderlichen Theorieinhalte (= Wissenskompetenz) sowie die Übung und Anwendung des Wissens anhand konkreter Beispiele (= Handlungskompetenz).

Nur wenn beide Kompetenzen miteinander verknüpft werden, ist eine Umsetzung in der betrieblichen Praxis und damit eine qualitativ hochwertige und effektive Arbeit als Arbeitsmediziner(in) möglich.

Die Erläuterung von medizinischen, psychologischen, technologischen und ökonomischen Zusammenhängen nimmt in der Arbeitsmedizin-Ausbildung eine ebenso wichtige Rolle ein wie die Vorbereitung auf Ihre Funktion als unabhängige(r), sachverständige(r) Berater(in) für Arbeitgeber(innnen) und Arbeitnehmer(innen).