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Aktuelles

Konferenz "Health Works", 23.11.2016

Auf Einladung der Plattform Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich und des Bio-Pharma Unternehmens AbbVie trafen sich am 23. November 2016 anerkannte Gesundheitsexperten im Rahmen der Konferenz „HEALTH WORKS“ in Wien: Vor rund 80 TeilnehmerInnen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Arbeitsmedizin und Medien wurden vor allem die Auswirkungen chronischer Erkrankungen, die erhebliche Konsequenzen auf viele gesellschaftliche Bereiche haben und damit weit über das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen hinaus gehen, diskutiert. In insgesamt sieben Kurzreferaten und einer abschließenden Diskussion war man sich einig, dass Arbeitsmedizin und Arbeitsfähigkeit eng miteinander verbunden sind und frühzeitige Intervention sowie Prävention den wichtigsten Schlüssel zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit und zur Verhinderung von Folgekosten darstellen. Hier sind Politik und Unternehmen sowie Vertreter des Gesundheitssystems in Zukunft verstärkt gefordert.

„Arbeitsmediziner sind unverzichtbar für eine ganzheitliche Betrachtung des Zusammenhangs von Arbeit und Gesundheit in Betrieben.“

Dr. Stefan Koth von der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention betonte die wichtige Rolle der Arbeitsmedizin in Unternehmen: Das Durchschnittsalter der österreichischen Bevölkerung und damit auch jenes der Beschäftigten in Unternehmen steigt. Mit fortlaufendem Alterungsprozess sind positive wie negative Veränderungen der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit verbunden. Oft bringt steigendes Alter auch vermehrt das Auftreten chronischer Erkrankungen mit sich. Aber, Menschen altern unterschiedlich rasch und in unterschiedlicher Art und Weise. Für die langfristige Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit müssen individuelle Leistungsmöglichkeit und Arbeitsanforderung zusammenpassen. 
Arbeitsmediziner kennen Arbeitnehmer, Arbeitsplatz und Arbeitsanforderungen und sind daher erster Ansprechpartner für Fragen der individuellen Arbeitsplatzgestaltung
sowie der Wiedereingliederung nach Krankenständen und damit für die langfristige Erhaltung der Arbeitsfähigkeit.

Abschluss des 1. Universitätslehrgangs "MSc in Arbeits- und Organisationsmedizin"

Am 30. September 2017 präsentierten die Teilnehmer(innen) des 1. Universitätslehrgangs "MSc in Arbeits- und Organisationsmedizin" ihre Masterthesen und verteidigten sie im Anschluss erfolgreich gegen die Fachkritik des Prüfungskommittees. Dieses bestand aus der Präsidentin der AAMP, Dr. Susanne Schunder-Tatzber, MAS, MBA, MSc, dem wissenschaftlichen Lehrgangsleiter, Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, dem Konzernpersonalchef der Novomatic AG, Dr. Klaus Niedl, sowie AAMP-Geschäftsführer Dr. Stefan Koth.

Die Absolvent(inn)en dürfen sich nun stolz Master of Science in Arbeits- und Organisationsmedizin nennen und feierten ihren Abschluss bei Musik und Gaumenfreuden im Restaurant Stiftskeller in Klosterneuburg.

Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Erfolg!

Buchpräsentation - "Gesund länger arbeiten" - Die Bedeutung der Arbeitsmedizin für die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit

ÖÄK-Referent Karl Hochgatterer, ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger, AAMP-Geschäftsführer Stefan Koth (Foto: ÖÄK/Noll)

Während sich die Lebenserwartung der Österreicherinnen und Österreicher erhöht, nehmen in Relation dazu die im Arbeitsprozess verbrachten Jahre ab. Eine Verschiebung, die sich bekanntermaßen als eines der aktuellen Probleme für das Pensionssystem darstellt.

Unabhängig davon  müssen in Zukunft ältere  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess bleiben, da es gilt, einem schon spürbaren Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, der aus einer abnehmenden Zahl an nachrückenden, qualifizierten Arbeitskräften resultiert.
Es müssen daher besondere Strategien erarbeitet werden, damit ältere Menschen im Arbeitsprozess gehalten werden können. Denn auch die zusätzlichen Arbeitsjahre sollen gesund erlebt werden und Teil des gesundheitspolitischen Bestrebens sein, möglichst viele Jahre , die uns die erhöhte Lebenserwartung schenken wird, in Gesundheit zu verbringen.
Die dazu vorliegenden arbeitsmedizinischen Erkenntnisse aus nationalen sowie internationalen Studien werden in diesem Buch zusammengeführt und mit zahlreichen Praxisbeispielen angereichert. 

Das Buch "Gesund länger arbeiten - Die Bedeutung der Arbeitsmedizin für die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit" kann über das Verlagshaus der Ärzte bezogen werden.

Die Buchpräsentation erfolgte im Rahmen der Pressekonferenz "Gesund länger arbeiten - aber wie?" am 25. November 2015 in der Österreichischen Ärztekammer.

Die Zukunft der Arbeitsmedizin

Befragung zur Attraktivität einer arbeitsmedizinischen Tätigkeit als künftiges Berufsfeld unter Medizinstudenten und Medizinern in Ausbildung

Bedarf

Die demografische Struktur der aktuell tätigen Arbeitsmediziner in Kombination mit dem sich abzeichnenden Ärztemangel im kurativen Bereich lässt Befürchtungen wach werden, dass die arbeitsmedizinische Versorgung der österreichischen Arbeitnehmer in Zukunft nicht mehr zur Gänze erfüllt werden kann.
Um rechtzeitig Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können, ist es daher von Bedeutung auf Basis von gesicherten Zahlen Prognosen hinsichtlich der künftigen arbeitsmedizinischen Versorgung zu treffen. Aus diesem Grund führte die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) eine Befragung unter österreichischen Medizinstudenten und Ärzten in Facharzt-Ausbildung bzw. in Ausbildung zum Allgemeinmediziner über ihr Interesse an einer arbeitsmedizinischen Tätigkeit durch.

Zielsetzung

Damit sollten einerseits Rückschlüsse gewonnen werden, welche Aspekte der arbeitsmedizinischen Tätigkeit als attraktiv wahrgenommen werden und wie wahrscheinlich die Befragten eine arbeitsmedizinische Tätigkeit ausüben wollen. Gleichzeitig sollten durch die Fragestellung Aspekte des Berufsbilds kommuniziert werden, um so das Bewusstsein über die Möglichkeiten einer Tätigkeit als Arbeitsmediziner) zu steigern.
Durch die Studie stehen fundierte Informationen über das „Potenzial“, das bei der nach-rückenden Ärztegeneration für die Arbeitsmedizin vorhanden ist, zur Verfügung sowie Hinweise, wie die potenziellen Arbeitsmediziner gezielt durch Information angesprochen werden können, um einem Mangel entgegenzusteuern.

Ergebnisse

Die Antworten zeigen, dass für die nachrückende Ärztegeneration die Motivation zu gesundem Verhalten im Rahmen einer persönlichen Interaktion Arzt-Mensch als attraktivste Tätigkeit beurteilt wird.

Weiters gab ca. ein Fünftel der Teilnehmer an, „wahrscheinlich“ als Arbeitsmediziner tätig werden zu wollen. Wiederum ca. 20 Prozent dieser Gruppe möchte Vollzeit-Arbeitsmediziner werden und zwei Drittel zumindest Halbzeit als Arbeitsmediziner arbeiten. Auch wenn sich nicht zuverlässig beantworten lässt, wie viele der tendenziell arbeitsmedizinisch interessierten Personen im späteren Berufsleben tatsächlich eine arbeitsmedizinische Tätigkeit ausüben werden, ergibt sich statistisch betrachtet ein jährliches „Potenzial“ von ca. 160 Personen, die eine Tätigkeit als Arbeitsmediziner durchaus in Betracht ziehen. Das entspricht einem rechnerischen Ausmaß von ca. 160.000 Betreuungsstunden pro Jahr.

Zum Download der vollständigen Studie.

Neuer Geschäftsführer für AAMP

Dr. phil. Stefan Koth übernimmt mit 1. Juli 2015 die Geschäftsführung der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP). Er folgt damit der langjährigen Geschäftsführerin Mag. Brigitte John-Reiter nach.

Dr. Koth begleitet die AAMP seit 25 Jahren und ist daher im Umfeld der Arbeitsmedizin bestens vernetzt. Er studierte Musikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien sowie Marketing und Verkauf an der Wirtschaftsuniversität Wien. Stefan Koth verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Organisation von Ausbildungslehrgängen sowie im Management von nationalen und internationalen Forschungs- und Beratungsprojekten.

Der 52jährige passionierte Rennradfahrer hat sich viel vorgenommen: „Die AAMP ist die Wiege der Ausbildung für Arbeitsmediziner. Wir sind seit 30 Jahren Marktführer. Diese führende Rolle möchte ich weiter ausbauen. Höchste Qualität unserer Ausbildungen in den Kernbereichen Arbeitsmedizin und betriebliche Prävention garantiert auch in Zukunft unseren Erfolg.

Akademische Feier

Feierlicher Abschluss des ersten Universitätslehrgangs Arbeitsmedizin

Der erste ULG "Arbeitsmedizin" fand seinen feierlichen Abschluss am 9. Jänner 2015 in der AAMP in Klosterneuburg. 15 Absolvent(inn)en erhielten das Zertifikat der Akademie, das sie zur Berufsausübung als Arbeitsmediziner(in) berechtigt, sowie das Abschlusszeugnis der Medizinischen Universität Graz. Sie dürfen sich nun stolz "Akademisch geprüft(e) Arbeitsmediziner(in) nennen. 

Die Verleihung nahmen die AAMP-Präsidentin Frau Dr. Susanne Schunder-Tatzber und der wissenschaftliche Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer vor.

Aufblühen statt ausbrennen

Immer mehr Menschen klagen über Belastungen am Arbeitsplatz. Doch gesundes Arbeiten ist weit mehr als keine körperlichen Beschwerden zu haben. Gesundheitsfördernde Maßnahmen sollten daher besser heute als morgen angegangen werden. Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel im Gespräch mit der Zeitschrift KOMMUNAL über Gesundheit am Büroarbeitsplatz.

Akademisch geprüfte Arbeitsmediziner gefragter denn je!

"Vorbeugen statt heilen" macht Arbeitsmedizin attraktiv!

Arbeitsmedizin spielt eine wichtige Rolle – sowohl aus persönlicher Sicht der arbeitenden Menschen, als auch aus Sicht der Unternehmen. Über die rechtlichen Voraussetzungen hinausgehend - es besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung einer arbeitsmedizinischen Betreuung für jeden österreichischen Betrieb - bietet Arbeitsmedizin schon allein aus inhaltlicher Sicht ein äußerst interessantes und abwechslungsreiches Betätigungsfeld: Arbeitsmediziner helfen Menschen, gesund und leistungs­fähig zu bleiben, indem sie sie vor schädlichen Einflüssen bewahren und sie zu gesund­heitsförderlichem Verhalten anleiten. Der Wert des präventiven Charakters dieser Tätigkeit stellt für viele Mediziner eine willkommene – manchmal auch zusätzliche - Alternative dar.

Umfeld "Betrieb" als interdisziplinäre Herausforderung!

Arbeitsmedizin als interdisziplinäre Tätigkeit im Umfeld "Betrieb" ist ein ungeheuer spannendes Betätigungsfeld für Ärzte, in dem sich Medizin mit Belangen von Wirtschaft, Technik, Psycho­logie etc. vernetzen lassen.

Einen absolut zukunftsweisenden und sozial-politisch unabdingbaren Beitrag leistet die Arbeitsmedizin durch die langfristige Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit von arbeitenden Menschen. Die aktuelle demo­grafische Entwicklung macht dies deutlich: Einer Studie des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen zufolge ist bereits im Jahr 2015 jeder dritte Erwerbstätige über 50 Jahre alt (die Zahlen gelten 1:1 für Österreich) und damit ist diese Gruppe etwa doppelt so groß wie jene der "jungen" Erwerbsfähigen zwischen 20 und 29 Jahren. Die Notwendigkeit, Arbeit­nehmer physisch und mental zu befähigen, länger im Arbeitsprozess zu bleiben, bedeutet ein breites Anwendungsfeld der Arbeitsmedizin.

Flexible Gestaltungsmöglichkeiten!

Nicht nur fachliche Argumente sprechen für die Hinwendung zu einer zukunftsweisenden Alternative in der Arbeitsmedizin:

  • Sie ermöglicht eine selbständige Tätigkeit als betreuender Arbeitsmediziner für umliegende Betriebe. Ebenso ist jedoch eine Tätigkeit im Anstellungsverhältnis möglich.
  • Arbeitsmedizin ist zeitlich flexibel von einer wenige Stunden umfassenden Teilzeitarbeit bis hin zur Voll­zeitbeschäftigung gestaltbar. Das Ausmaß der Arbeitszeit kann – je nach Wahl der Anzahl bzw. der Größe der betreuten Betriebe - an die Lebenssituation angepasst werden.
  • Sie kann damit auch als "zweites Standbein" in Ergänzung zu einer kurativen Tätigkeit ausgeübt werden.

Attraktiver Beruf – attraktive Ausbildung!

Um Unternehmen als Arbeitsmediziner betreuen zu dürfen, bedarf es einer gesetzlich vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen Ausbildung. Der von der Öster­reichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) in Klosterneuburg durchgeführte arbeitsmedizinische Lehrgang bereitet die Absolventen praxisnah auf die Aufgaben im ungewohnten Umfeld "Betrieb" vor.

Die Ausbildung an der AAMP ist insofern besonders attraktiv, als er Anwesenheit mit zeit- und ortsunabhängigem Selbststudium verknüpft. Die Teilnehmer können selbst bestimmen, wann und wie viel Zeit sie in den Erwerb von Theoriewissen investieren. Die praxisnahe Umsetzung des Wissens wird dann im Rahmen der insgesamt 28 Anwesenheitstage (aufgeteilt auf 9 Module) bzw. Betriebspraktika durch Übungen, Fall­beispiele, Diskussionen etc. gefestigt.

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertig ausgebildeten Arbeitsmedizinern steigt ständig!

Die Berufschancen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin sind ausgezeichnet. Aufgrund des derzeit stattfindenden Generationenwechsels suchen Unternehmen, aber auch Arbeitsmedizinische Zentren ständig nach gut ausgebildeten Arbeitsmediziner(inne)n.

Die Arbeitsmedizin-Ausbildung an der AAMP ist durch Quality Austria zertifiziert. Dies erfolgt aus­schließlich für qualitätsgeprüfte und standardisierte Lehrgänge.

Arbeitsmedizin-Ausbildung erstmals als Universitätslehrgang mit akademischem Abschluss!

Durch die Kooperation der AAMP mit der Medizinischen Universität Graz ist es außerdem gelungen, erstmals Universitätslehrgänge in Arbeitsmedizin mit akademischem Abschluss anzubieten. Aus­schließlich Absolventen der AAMP dürfen sich „Akademische Arbeitsmediziner(innen)“ nennen. Sie erwerben damit nicht nur die Berufsberechtigung, sondern gleichzeitig auch Wettbewerbsvorteile für ihre berufliche Tätigkeit.

Arbeitsmedizin-Ausbildung „Express“!

Ab Jänner 2015 ist die Absolvierung der Ausbildung zum(r) Arbeitsmediziner(in) in nur 4 Monaten möglich! Die AAMP startet einen „Express-Lehrgang“, der im Mai 2015 endet. Durch Zusammen­legung von jeweils zwei Modulen wird die Dauer des Kurses von neun auf vier Monate komprimiert.

Für den Lehrgang gilt außerdem noch der reduzierte „Jubiläumspreis“ anlässlich des 30-jährigen Bestehens der AAMP.

Zulassungsvoraussetzung ist mindestens ein Jahr der Turnus- bzw. Facharztausbildung.

Der Lehrgang ist DFP-approbiert (220 Punkte). Darüber hinaus bringt das ÖÄK-Diplom Arbeitsmedizin Punkte für die Reihung bei der Vergabe einer Kassenstelle als nieder­gelassener Arzt für Allgemeinmedizin.

-> Zum Lehrgang